Sonne = Hitze = ABSCHEREN!

 

Das ABSCHEREN IM SOMMER entwickelt sich immer mehr zu einem TREND, der weder sinnvoll, noch gut ist!

 

Kaum erwachen die ersten Sonnenstrahlen, ist es plötzlich heiß. Wie oben erwähnt gibt es keine langsamen Wetterwechsel mehr. Wir Menschen vertragen dies oft nur schwer, wissen nicht was wir anziehen sollen und schwitzen. Klar, dass auch unsere Hunde damit ein Problem bekommen. Nur ist es für unsere Hunde schwieriger dies dichte Wintermäntelchen abzustreifen, als für uns einen Pullover auszuziehen.

Verständlich, dass so viele Hundebesitzer dies auf Ihr Tier übertragen und "Fell runter", sprich Abscheren, als das einzig Richtige in dieser Situation ansehen.

 

Mit diesem IRRTUM möchte ich hier aufräumen und dies genau erklären!!!

 

Das Fell unserer Hunde ist ein natürlicher Schutz gegen jede Witterung, Sturm, Niederschläge, Kälte und Hitze!

 

Die Wolle wärmt und macht das Fell dicht, das Deckhaar ist meist fester und schützt gegen Nässe und Hitze.

 

Der natürliche Schutz gegen Sonne und Hitze erklärt durch die Luftpolster, die sich zwischen den Haaren bilden. Diese schützen den Hund vor dem Überhitzen und bieten der Haut Schutz vor starker Sonneneinstrahlung.

 

Das UM UND AUF für den Sommer ist

DIE ENTFERNUNG DER WOLLE, DEM FILZ, UND DER WINTERVERSCHMUTZUNGEN !

 

Was es dem Hund nun so heiß macht ist also nicht das Deckhaar, welches ihn eigentlich schützt, sondern die am Körper verbleibende Wolle. Diese sitzt dicht an der Haut und wärmt unaufhörlich. In Verbindung mit den umweltbedingten Verschmutzungen des Winters klebt die Wolle immer wieder zusammen, sitzt dicht am Deckhaar und obwohl man regelmäßig durchgebürstet und viel Haar entfernt pappt alles gleich wieder zusammen. Die Haut kann zu wenig atmen, Wind kann nicht bis zu ihr durchdringen und dem Hund ist heiß.

 

BÜRSTEN ALLEINE HILFT MEIST NICHT

 

Gerade Rassen mit viel Unterwolle wie der Collie, Aussi, Schäfer, Neufundländer, Berner Sennenhunde... oder Wollrassen wie der Spitz, Chow Chow, Samojede, Husky, Malamute... leiden unter der Hitze und man wird der Wolle durch Bürsten alleine nicht Herr!

 

Wenn ich im späten Frühjahr oder sogar Sommer noch wollige Rassen mit der Winterwolle herumlaufen sehe, krampft es sich in meiner Magengegend zusammen. Diese Hunde leiden unter der Hitze und man könnte es ihnen viel leichter machen.

 

Bei einer professionellen Pflege werden all die klebrigen Verschmutzungen des Winters, der Straßenschmutz und Staub entfernt. Dadurch wird das Fell locker und die Wolle löst sich.  Durch den Fön wird ein Großteil der Wolle bereits entfernt. Durch die anschließenden richtigen Schritte werden Filz, der Rest der losen Haare und Wolle aus dem Haarkleid geholt.

 

So ist die wärmende Winterschicht entfernt, das Haar ist luftig locker, Wind kann wieder bis zur Haut durchdringen, diese kann wieder ausreichend atmen und das Deckhaar kann nun seiner Arbeit gegen Witterung, Hitze und Sonne nachgehen. Um allen Ängsten vor zu beugen - ja wärmen kann es immer noch genügend.

 

FILZ KANN EIN PROBLEM WERDEN

 

Wird der Hund im Winter nicht regelmäßig gepflegt, kann der Filz so stark sein, dass auch dem Professionalisten nur mehr das Abscheren bleibt. Dabei muss man bedenken, dass in diesem Fall bis knapp zur Haut geschoren wird. Im Sommer ist der Hund danach vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen, da auch Hunde Sonnenbrand bekommen können und ihnen der natürliche Fellschutz genommen wurde. Speziell hellhäutige Hunde sind davon besonders betroffen.

 

Filz zieht sich bei Nässe zusammen und braucht sehr lange zum Trocknen. Daher wird er über den Winter bei jedem Pfotenwaschen, Schneematschlaufen und Trockenrubbeln dichter. Verunreinigungen und Salz dringen tief in die Fellmatte ein und bleiben meist dort. So wird beispielsweise die feine Haut zwischen den Ballen durch Salz und Feuchtigkeit ständig belastet und auch angegriffen. Am Körper kann die Haut nur schwer atmen. Es kommt immer wieder zu kleinen Hautwunden oder Entzündungen, welche wiederum Juckreiz verursachen können. Auch Parasiten nisten sich gerne in der Dichte des Felles ein.

Als ganz dramatisch möchte ich hier die, als neue Rassen, verkauften Pudel-Mischlinge (Labradoodle, Cockerdoodle, usw) erwähnen. Jeder will die nicht haarende Rasse haben, jedoch wird von vielen Züchtern verschwiegen, welch Pflegeaufwand hinter einem Pudelfell steckt! Fell das nicht ausfällt wächst auch ständig und muss daher regelmäßig geschnitten werden. Um die Kunden nicht mit diesem Aufwand und den Hundefrisörkosten zu verschrecken, wird den neuen Besitzern sogar empfohlen, die Tiere über Winter verfilzen zu lassen und im Frühjahr ganz kurz zu scheren! Das ist ein Alptraum aus Hundesicht und ich hoffe, dass viele Menschen diesen Artikel lesen, sich einmal in die Lage des Hundes versetzen und den Schwachsinn dieser Empfehlung einmal überdenken...!

 

 ALTE UND KRANKE HUNDE SIND SONDERFÄLLE

 

Jede Empfehlung hat ihre Ausnahme. Hunde mit Hauterkrankungen müssen manchmal zur besseren Behandlung der Haut oder dass diese besser atmen kann, abgeschoren werden. Ebenfalls stellen sehr alte, oft herzerkrankte Hunde, die besonders kreislaufbelastet und hitzeempfindlich sind Kunden zum Abscheren dar. Doch diese Fälle sind immer einzeln zu betrachten und zu entscheiden und werden am besten mit dem Tierarzt abgeklärt.

 

Mit diesem Wissen treffen Sie sicher die richtige Entscheidung für die Pflege Ihres Tieres, gerne stehe ich Ihnen bei Fragen beratend zur Seite!

 

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Liebling einen wunderschönen Sommer!

 

Conny Griehsler

 

 

Der Fellwechsel

Hilfe, mein Hund haart das ganze Jahr!!!

Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Ja, so haben wir das als Kinder noch gelernt. Regelmäßige Jahreszeiten, Wetter und Temperaturen diesen entsprechend.

 

In meiner Kindheit gab es für Hundehalter zwei haarige Zeiten - der Übergang vom Winter- zum Sommerfell und umgekehrt.

 

Nun, die Zeiten ändern sich. In den letzten drei Jahren konnte man quasi zusehen wie diese Regelmäßigkeit verschwand und unsere Haustiere immer öfter, länger und stärker zu haaren begannen. Man kann nun keine definitive Zeit mehr für den Fellwechsel festlegen. Oftmals verlieren unsere Hunde ganzjährig Fell.

 

Dies kommt einerseits durch unseren Klimawechsel. Da sich die Temperaturen nicht stätig verändern und es einen gleichmäßigen Übergang in die neue Jahreszeit gibt, sondern abrupt ständig wechseln, kann sich auch das Fell unserer Hunde nicht gleichmäßig verändern.

 

Heute ist es heiß - der Hund sagt, "ui, heiß ist es, weg mit dem Pelz", er beginnt Fell zu verlieren....zwei Tage danach Morgenfrost - der Hund, "hoppala, ich brauch doch noch das Winterfell!" und produziert wieder nach.

 

Dies wiederholt sich so oft, dass keines unserer Haustiere noch weiß ob es Fell produzieren oder abwerfen soll.

 

Andrerseits darf man nicht vergessen, dass die Hunde früher meist draußen lebten und daher der Witterung entsprechender "bepelzt" waren. Es war es auch gleich ob der Hund im Hof, Stall oder Garten seine Haare verlor. Heutzutage leben unsere Vierbeiner in warmen Räumen und wechseln so ständig zwischen Kälte und Wärme hin und her; schlafen im Bett oder liegen auf der Couch, da fällt einem der ständige Haarverlust rasch auf.

 

Was kann ich als Besitzer tun?

 

Sehr wichtig ist es unsere Heimtiere in dieser Zeit bei der Fellpflege zu unterstützen!

Vor allem Rassen, die viel Unterwolle haben, langes oder wolliges Fell kommen mit dem Fellwechsel oft nur schwer zurecht. Langhaarkatzen beispielsweise erbrechen dann vermehrt Haarknödel, was böse Gastritis zur Folge haben kann, sogar zu Darmverschlüssen können diese Fellansammlungen führen.

 

Wichtig ist es die Tiere regelmäßig zu bürsten, um so viel loses Haar wie möglich aus dem Pelz zu entfernen.

Am besten geeignet sind, für:

 

Kurzhaar-Rassen:  feuchte Hände mit denen ich den Hund fest durchstrubble, auch gegen den Fellstrich. Ebenfalls ist einmal wöchentlich die Verwendung eines Furminators möglich

 

Langhaar Hunde mit Unterwolle: lange, nicht zu weiche Bürsten oder Kämme um die Wolle rauszuholen. Von Fellrechen und Filzmessern rate ich ab, da diese das Fell schädigen können. Diese sollten nur für gezielte Aktionen, nicht zur regelmäßigen Fellpflege verwendet werden. Holen Sie sich diesbezüglich rat beim Fachmann ein. Gerne stehe ich für Beratung zur Verfügung.

(Bitte beachten Sie der "Langhaar-Furminator" ist ein Mythos! dies ist eine Erfindung des Handels, und ist nicht für langes Fell geeignet!)

 

Wollige Hunde: viel viel viel Bürsten! ebenfalls mit feuchten Händen arbeiten um lose Wolle herauszu"zupfen" und Ihren Liebling optimaler weise vor der ersten Hitzewelle professionell entwollen lassen.

Was kann ich für Sie tun?

Vor allem kann ich Sie bei dem Kampf gegen die losen Haare unterstützen.

 

Gerade bei kurzhaarigen Hunden stechen sich diese überall in Teppich, Kleidung, Couch und co und man bekommt sie kaum mehr heraus.

Nach einer kleinen Pflege berichten meine Kunden, dass sie eine ganze Weile lang große Erleichterung in Sachen loser Haare haben.

 

Bei der Kleinen Pflege wird das Fell von körpereigenem und umweltbedingtem Schmutz gereinigt und aufgelockert, das professionelle Fönen entfernt eine Vielzahl an losen Haaren und Wolle. Zu guter Letzt wird gezielt das restliche, lockere Fell entfernt.

 

Gleichermaßen gilt dies für langhaarige und wollige Hunde.

Besonders für beispielsweise Collie, Schäfer, Aussi, Berner Sennenhund und vor allem nordische Rassen wie den Husky, Malamute, Samojeden oder auch dem Chow Chow lege ich dies vor der Sommerhitze ans Herz!